„Kurve kriegen“ Team Bonn im Gespräch mit dem Bonner General Anzeiger

19. April 2017

„Kurve kriegen“ Team Bonn im Gespräch mit dem Bonner General Anzeiger.
„Ein Intensivtäter“, sagt Irmgard Küsters (polizeiliche Ansprechpartnerin) und verweist auf die wissenschaftlich erhobenen Zahlen, „verursacht im Alter zwischen 14 und 25 Jahren soziale Folgekosten von 1,7 Millionen Euro. Und hinterlässt bis zu 100 Opfer, die mit den Folgen der Straftat klarkommen müssen.“ Dem entgegen stellt sie die Erfolgszahlen, die bisher für „Kurve kriegen“ vorliegen. 75 Prozent der Teilnehmer haben seitdem kein Körperverletzungsdelikt und immerhin 40 Prozent haben gar keine Straftat mehr begangen. Quoten, von denen man sonst im Jugendstrafrecht nur träumen kann. „Beide Seiten gewinnen: Die Kinder und die potenziellen Opfer.“
„Die Einzelbetreuung ist abhängig von den Bedürfnissen der Kinder“, so Jörg Cadsky (pädagogische Fachkraft), der auch Antigewalt- und Deeskalationstrainer ist, „Jeder Teilnehmer hat eine Zielvereinbarung mit Zwischenzielen“. Und Direktionsleiter Nobert Wagner ist davon überzeugt, dass „frühe Hilfe statt später Härte“ ein Erfolgsmodell ist.

http://www.general-anzeiger-bonn.de/region/siebengebirge/bad-honnef/Rechtzeitig-die-Kurve-kriegen-article3522866.html