Mit dem Start von ‚Kurve kriegen‘ im Bereich des PP Recklinghausen, geht die 20. Kreispolizeibehörde mit der erfolgreichen landesweiten Initiative ‚Kurve kriegen‘ in den Wirkbetrieb. Ein weiterer Meilenstein in der Arbeit zur Senkung von Jugendkriminalität ist erreicht

1. Februar 2018

Die erfolgreiche Initiative ,Kurve kriegen‘ startet im Bereich des PP Recklinghausen und hilft Kindern und Jugendlichen somit nun im weiteren 11 Kommunen, Wege aus der Kriminalität zu finden.

Am 01. Februar 2018 startete die Initiative ,Kurve kriegen‘ in der Kreispolizeibehörde Recklinghausen. Der Zuständigkeitsbereich umfasst die Städte Recklinghausen, Herten, Gladbeck, Marl, Dorsten, Haltern am See, Castrop-Rauxel, Datteln, Oer-Erkenschwick, Waltrop sowie die kreisfreie Stadt Bottrop.

Sowohl die Polizeipräsidentin in Recklinghausen, Frau Zurhausen sowie Herr Tesche, Bürgermeister in Recklinghausen als Vertreter für alle beteiligten Bürgermeister, betonten die Sinnhaftigkeit von ,Kurve kriegen‘. Die Initiative, so der Tenor, sei ein sinnvoller und logischer Schritt zu weiteren Bekämpfung von Jugendkriminalität.

Frau Dr. Lesmeister, Abteilungsleiterin Polizei im Ministerium des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen erklärte, wie sinnvoll die Zusammenarbeit der verschiedenen Fachkräfte ist. Nur durch den Schulterschluss zwischen Polizei und Sozialer Arbeit Sozialarbeiter und -pädagogen, im weiteten aber auch dem Jugendamt, Schulen usw. können es gelingen, Kindern und Jugendlichen Wege aus der Kriminalität aufzuzeigen und ihnen zu ermöglichen, diese Wege zu gehen. Jeder einzelne, dem man den Weg aus der Kriminalität zeigen kann, ist dabei wichtig und ein Gewinn für die Gesellschaft, so die Abteilungsleiterin.

Die Fachkräfte, die die Initiative in Recklinghausen umsetzen werden, stellten sich der Öffentlichkeit vor. Kriminalhauptkommissar Thomas Kranjc wird als polizeilicher Ansprechpartner vor Ort arbeiten. Er konnte in seiner polizeilichen Laufbahn unter anderem als Jugendsachbearbeiter bereits viel Erfahrung in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sammeln. Seine polizeiliche Arbeit wird durch zwei pädagogische Fachkräfte ergänzt. Stefan Bohm und Damla Karakas werden ihr Büro ebenfalls im Gebäude der Polizei haben. Beide pädagogischen Fachkräfte haben bereits viel Erfahrung in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, die von Kriminalität bedroht sind, sammeln können. Alle Fachkräfte freuen sich auf ihre Aufgabe für die Initiative ,Kurve kriegen‘ und werden durch ihre Erfahrung und ihr persönliches Engagement eine Bereicherung für die Initiative sein.
Erreichbar sind die Fachkräfte in ihren Büros in der Heilige-Geist-Straße 14, 45657 Recklinghausen, E-Mail kurvekriegen.recklinghausen@polizei.nrw.de .

Außerdem wurden vier der insgesamt zehn neuen Plakate der Initiative ‚Kurve kriegen‘ mit  so genannten Wendesätzen durch die Stabsstelle Prävention Jugendkriminalität präsentiert. Die Arbeiten entstanden im Rahmen der Zusammenarbeit mit Studierenden der Bergischen Universität Wuppertal.
Bald schon können Sie auf unsere Homepage einen Beitrag über alle Arbeiten, die in die Initiative einfließen werden, lesen. Wir freuen uns schon sehr, Ihnen die Ergebnisse vorstellen zu dürfen.

Im Weiteren finden Sie Statements aller Stadtspitzen des Kreises Recklinghausen.:

Herr Tischler – Stadt Bottrop:
„Bevor die kriminelle Karriere von Kindern und Jugendlichen Fahrt aufnehmen kann, gilt die Devise: Abbremsen, das Lenkrad umlegen und die Kurve kriegen. Bei dieser Arbeit unterstütze ich die NRW-Initiative in meiner Stadt Bottrop mit ganzer Kraft.“

Herr Kravanja – Stadt Castrop-Rauxel:
„Die NRW-Initiative „Kurve kriegen“ schafft ein neues und notwendiges Angebot für kriminalitätsgefährdete Kinder und Jugendliche unserer Gesellschaft. Der präventive Ansatz mit seinen individuellen und frühzeitigen Angeboten verhindert das Abdriften in die Kriminalität. Kindern und Gesellschaft wird so gleichermaßen geholfen – eine Integration nach erfolgter krimineller Handlung ist für alle Seiten ungemein viel schwerer. Ich freue mich, dass sich so vielfältige Akteure der Kinder- und Jugendhilfe in diesem wichtigen Programm versammeln!“

Herr Dora – Stadt Datteln:
„Diese Initiative unterstütze ich gerne, weil sie sinnvoll und gut ist. Dabei ist mir wichtig, dass die präventiven Maßnahmen rechtzeitig einsetzen. Denn wenn es weniger Kriminalität gibt, profitieren davon alle Bürgerinnen und Bürger.“

Herr Stockhoff – Stadt Dorsten:
„Es ist einerseits erschreckende Realität, dass schon Kinder im Alter von acht oder neun Jahren den Weg einschlagen können, zu sogenannten
Intensivtätern zu werden. Es ist andererseits der vollkommen richtige Weg, in solchen Fällen so früh und so wirkungsvoll wie möglich einzugreifen, um kriminellen Karrieren entgegen zu wirken. Um Straftaten zu verhindern. Um  Spielregeln unseres Miteinanders durchzusetzen. Und natürlich, um diese Kinder nicht für unsere Gesellschaft zu verlieren. Es ist deshalb wichtig, dass wir die Herausforderungen der Initiative Kurve kriegen gemeinsam annehmen und meistern.“

Herr Roland – Stadt Gladbeck:
„Außenseiterposition, Gewalterfahrungen, finanzielle Sorgen und schlechte Vorbilder – häufig kommen viele Faktoren zusammen, weshalb junge Menschen straffällig werden. Allein aus eigener Kraft können sie den Weg aus der Kriminalität nur schwer schaffen. Die Stadt Gladbeck unterstützt deshalb die Landes-Initiative ‚Kurve kriegen‘, weil sie straffällige Kinder und Jugendliche nicht allein lässt, sondern sie frühzeitig stützt und Perspektiven aufzeigt: Ganz individuell mit professioneller Unterstützung durch pädagogische Fachkräfte werden junge Menschen auf ihrem steinigen Weg in ein neues Leben begleitet.“

Herr Meussen – Stadt Haltern am See:
„Gute Sache! Selbstverständlich beteiligt sich auch die Stadt Haltern am See an der durch das Ministerium geförderten Initiative „Kurve kriegen“ zur Bekämpfung der Jugendkriminalität im Rahmen der Kooperationsvereinbarung zwischen dem PP Recklinghausen und den Städten Bottrop, Castrop-Rauxel, Datteln, Dorsten, Gladbeck, Herten, Marl Oer-Erkenschwick, Recklinghausen und Waltrop. Ziel der Vereinbarung ist es, kriminalitätsgefährdeten Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 8 und 15 Jahren so früh wie möglich durch zielgruppenorientierte und koordinierte Zusammenarbeit mit dem Jugendamt zu helfen, Wege aus der Kriminalität zu finden. Damit wird nicht nur eine Gefährdung des Kindes oder Jugendlichen selbst abgewendet, sondern es wird gleichzeitig Straftaten vorgebeugt und vermieden, dass Menschen Opfer von Straftaten werden.“

Herr Toplak – Stadt Herten:
„Kriminalitätsprävention ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die bezogen auf das Kindes- und Jugendalter besonders wichtig ist. Kinder und Jugendliche befinden sich noch in der Entwicklung und sind auf der Suche nach einem Platz in der Gemeinschaft. Dabei brauchen sie Begleitung, aber auch konkrete Hilfe und Unterstützung, um nicht den kriminellen Weg einzuschlagen oder sich die Zukunft zu verbauen. Hier gilt es Werte zu vermitteln und als gute Vorbilder voran zu gehen.“

Herr Arndt – Stadt Marl:
„Das Programm ist wichtig, weil es junge Leute wieder auf den richtigen Weg bringt. Es unterstützt nicht nur junge Straftäter, ihr Leben wieder in den Griff zu kriegen, sondern bietet auch Eltern gezielt Rat und Hilfe an.“

Herr Wewers – Stadt Oer-Erkenschwick:
„Die enge Verzahnung der Polizei und der öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe ist eine sehr sinnvolle Vorgehensweise. Die Stadt Oer-Erkenschwick unterstützt das Präventionsprogramm mit ganzem Herzen, da hier dem dauerhaften Abgleiten in die Kinder- und Jugendkriminalität gezielt und vor allem frühzeitig entgegengesteuert wird. Die damit verbundene Erarbeitung von Individualmaßnahmen halte ich für einen sehr überzeugenden Ansatz, so können Straftaten wirklich verhindert und gleichzeitig neue Perspektiven für die Kinder und Jugendlichen geschaffen werden.“

Herr Tesche – Stadt Recklinghausen:
„Ich finde die Initiative großartig, denn nur durch präventives Eingreifen ist es möglich, Konflikte und Probleme junger Menschen frühzeitig zu erkennen. Nur so können wir ihnen helfen einen Weg aus der Kriminalität zu finden. Unsere Kinder sind unsere Zukunft, deshalb liegt es an uns ihnen wieder ein Perspektive zu geben.“

Frau Moenikes – Stadt Waltrop:
„Mit dem Programm „Kurve kriegen“ geht man einen wichtigen Schritt in der Prävention für Kinder- und Jugendliche um sie in der weiteren Entwicklung effektiv und kooperativ zu begleiten und um damit weitere Gewalttaten zu vermeiden“