v. l. n. r.: Christina Vieten, Wolfgang Wendelmann, Initiativleiter Jörg K. Unkrig, David Kötz, Ulrich Rockenbach, Anja Sürth, Katharina Kellner, Younes Lefqih

„Das ist genau der richtige Weg“

Schon seit 2012 als ein fester  Bestandteil des Deutschen Präventionstags war „Kurve kriegen“ auch dieses Jahr in der sächsischen Landeshauptstadt wieder vertreten. An den zwei gutbesuchten Messetagen informierte sich das interessierte Fachpublikum über Ansätze und Wirkungsweisen der NRW-Initiative. „Das ist genau der richtige Weg“, lobten die viele der Besucher, mehrheitlich Praktiker aus Jugendhilfe, sozialer Arbeit und Polizei. Den Fokus der örtlichen „Kurve kriegen“-Teams aus erfahrenen Kriminalbeamten und pädagogischen Fachkräften auf die am stärksten kriminalitätsgefährdetsten Kinder und Jugendlichen zu legen, mit individuellen Hilfen für die Teilnehmer den Weg aus der Kriminalität zu ermöglichen und so Intensivtäterkarrieren zu verhindern, überzeugte die Experten auch in diesem Jahr.

Kurve kriegen Berlin

Antworten aus der Praxis

Neben den „Kurve kriegen“-Experten des Ministeriums des Innern NRW standen auch Fachkräfte aus verschiedenen „Kurve kriegen“-Standorten den Messegästen Rede und Antwort, um die Herausforderungen, Methoden und Erfolge der Initiative anschaulich und aus erster Hand zu schildern. Die praxisnahen Einblicke kamen bei den Besuchern gut an.
„Der Deutsche Präventionstag bot mir die Möglichkeit viele gute und intensive Fachgespräche zu führen, Bestätigung zu erfahren und Anregungen zu bekommen. Ich bin begeistert von dem großen Interesse und den vielen sehr spezifischen Fragestellungen“, erklärt Anja Sürth („Kurve kriegen“-Team Bielefeld), die das Team für landesweite Präventionsprojekte des Innenministeriums NRW bei der Präsentation der Initiative unterstützte. Sürth berichtete über ihre Erfahrungen als polizeiliche Ansprechpartnerin aus der Praxis und die Umsetzung von „Kurve kriegen“ vor Ort. Katharina Kellner („Kurve kriegen“-Team Bochum) und Jennifer Brockhaus („Kurve kriegen“-Team Hagen) sahen das ähnlich: „Wir sind stolz dem Fachpublikum „Kurve kriegen“ vorstellen zu können, denn wir sind von dem Programm überzeugt“, so die pädagogischen Fachkräfte. „Mich überzeugten die Ansätze der Initiative schon vor meinem Einsatz als PFK. Durch meine Erfahrungen in der praktischen Arbeit für die Teilnehmer von „Kurve kriegen“ stehe ich noch mehr dahinter und kann den Fachleuten aus dem Bereich Prävention daher voller Freude und Stolz die Inhalte meiner Arbeit präsentieren“, berichtet Kellner und ergänzt: „Unglaublich viele Kolleginnen und Kollegen der Jugendhilfe, ob von öffentlichen oder freien Trägern, erfragten unsere Arbeitsweise und Erfahrungen – insbesondere hinsichtlich der Teamarbeit mit der Polizei – oder interessierten sich dafür, wie man „Kurve kriegen“ an ihren Heimatorten installieren könnte“.

Viele Besucher und Lob aus berufenem Mund

Das Team des Innenministeriums NRW begrüßte viele Interessierte und Experten auf dem Ausstellungsstand der Initiativen „Kurve kriegen“ und „klarkommen!“, einem nicht minder wichtigem Programm.
Rainer Bode
Auch Rainer Bode, Leiter der Jugendberatungsstelle (JuBP) der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Nord und selber Sozialarbeiter besuchte den Stand der NRW-Initiative und resümierte überzeugt: „Die Zusammenarbeit von Polizei und Pädagogik ist der richtige Weg. „Kurve kriegen“ setzt dies erfolgreich einzelfallbezogen, mit zuvor von der Polizei gescreenten Delinquenten um, während in Sachsen-Anhalt jeder Mehfachtatverdächtige das Angebot erhält“.

DPT – ein tolles Event! Wir haben Lust auf 2019

Der Deutsche Präventionstag bot auch in diesem Jahr wieder viele Gelegenheiten zum Austausch mit zahlreichen Experten aus Wissenschaft und Praxis. Für uns ergaben sich viele neue und interessante Kontakte, viele Anregungen zur Weiterentwicklung der Arbeit und die Chance, alle Fragen rund um die landesweiten Präventionsprogramme zu beantworten.
Das „Kurve kriegen-Team“ sagt allen Beteiligten und auch den Organisatoren des Deutschen Präventionstages 2018 in Dresden ein herzliches Dankeschön für die professionelle Unterstützung und freut sich auf den weiteren Austausch. Auch 2019 wollen wir wieder dabei sein, dann auf dem 24. Deutschen Präventionstag in Berlin.