Individuelle pädagogische Arbeit in Bielefeld

Dass die kriminalpräventive Initiative „Kurve kriegen“ so erfolgreich ist, liegt unter anderem daran, dass unsere pädagogischen Fachkräfte (PFK) hochindividuell an den in der Regel sehr persönlichen Ursachen der Kriminalität ansetzen. Dabei nutzen die PFK auch gezielt die Erfahrungen anderer Experten und setzen auf erprobte und erfolgreiche Methoden.

(v. l. n. r.: Frau Rodefeld (Jugendamt Bielefeld), Herr Grabow (Jugendamt Bielefeld), Frau Natho (KK 15), Herr Spilker (PAP), Frau Fuhrmann (KK15), Herr Bösch (Standortleitung Bielefeld), Frau Rickes (ZA), Herr Fork (PFK), Herr Hagelmann (PFK), Frau Sürth (PAP))

So können es auch einmal Alpakas sein, die unseren Teilnehmenden dabei helfen, die Kurve zu kriegen. „Tiergestützte Maßnahmen, insbesondere mit Lamas und Alpakas, können einige unserer Teilnehmenden besonders gut erreichen, weil die klare Körpersprache dieser neugierigen und freundlichen Tiere sich besonders gut zur Unterstützung bei Beeinträchtigungen in der Aufnahme und Verarbeitung von Sinneseindrücken eignen. Viele unserer Teilnehmenden sind oft in ihrem Alltag überfordert und können in diesem besonderen Lernfeld neue Fähigkeiten im Umgang mit ihren Mitmenschen erlernen“, so Tobias Fork, PFK am Standort Bielefeld. „Häufig erleben die Kinder und Jugendlichen Auseinandersetzungen im häuslichen oder schulischen Alltag und haben es dabei nicht gelernt ihre Impulse zu Kontrollieren und gewaltfrei zu interagieren. Durch die Entschleunigung und sich beruhigend auswirkenden Angebot auf dem Lama- und Alapakahof haben die Teilnehmenden die Möglichkeit in einem geschützten Rahmen im Einzel- oder Gruppenangebot sich selbst wahrzunehmen und an ihren sozialen Fähigkeiten für den Alltag zu arbeiten“, so der Pädagoge.

Es ist nicht die Gießkanne, mit der wir arbeiten, sondern die Injektionsnadel. Kriminalprävention muss nicht teuer und kompliziert sein. Auf die Passung zur individuellen Problemlage kommt es an.