„Ab und an braucht es die persönliche Erfahrung von anderen“,

so umschrieb es eine Fachkraft passend und bezog sich damit auf den kollegialen Austausch der pädagogischen Fachkräfte und polizeilichen Ansprechpartner der Initiative „Kurve kriegen“.
Voneinander lernen, sich stetig weiterentwickeln und neue Ansätze diskutieren. Dazu bot die Klausurtagung den Fachkräften Zeit und Gelegenheit.

“Einmal Intensivtäter und zurück“,

so der Titel desemotionalen und authentischen Vortrages von Maximilian Pollux des SichtWaisen e.V.. Wie fühlt sich ein Täter? Welchem Druck unterliegt er? Warum ist es so schwierig „auszusteigen“? Antworten auf diese und noch viele weitere Fragen der interessierten Fachkräfte lieferte Herr Pollux und bot so einen interessanten und hilfreichen Einblick in die Sicht und Gefühlswelt von jugendlichen Tätern.

„Wer sprengt hier eigentlich wen?“

war die Frage, der sich Prof. Dr. phil. habil. Menno Baumann widmete und seinen Blick auf die sogenannten „Systemsprenger“ richtete. Dabei untermauerte er die Ansätze der Initiative „Kurve kriegen“, für jedes Kind die individuell passende, an den Ressourcen orientierte Hilfe zu finden, eine kontinuierliche pädagogische Arbeit zu ermöglichen und auch bei Rückschlägen nicht aufzugeben.

 

Eine rundum gelungene Veranstaltung,

da waren sich alle Fachkräfte einig. Die eigene Arbeit zu reflektieren, neue fachliche Eindrücke zu gewinnen und die Perspektive zu wechseln, um die Sichtweisen und das Verhalten der Kinder und Jugendlichen noch besser zu verstehen –  das alles machte die Klausurtagung zu einer gelungenen Veranstaltung.