Zum Weseler Projekt-Team von »Kurve kriegen« gehört Michael Tekolf. Er ist Diplom Sozialpädagoge und Antiaggressivitäts-Trainer. Als Mitarbeiter des Caritasverbandes für die Dekanate Dinslaken und Wesel ist er schon seit vielen Jahren in der Jugendhilfe tätig und kann aus einem großen Erfahrungsschatz im Umgang mit Kindern, Jugendlichen und ihren Familien schöpfen. Unterstützt wird er von Julia Nehring vom Team des ambulanten erzieherischen Dienstes des Caritasverbandes.

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Das Hilfsangebot stößt auf großes Interesse

Teampartner der pädagogischen Fachkräfte im Kreis Wesel ist Kriminalhauptkommissar Frank Hedderich. Er wertet für »Kurve kriegen« fortlaufend das monatliche Anzeigenaufkommen aus. Dabei achtet er besonders auf Gewalttaten und Eigentumsdelikte, an denen Kinder im Alter von acht bis 13 Jahren beteiligt waren. Bei diesen jungen Menschen gilt es für ihn nun festzustellen, ob sie gefährdet sind, erneut Straftaten zu begehen. Wenn sich die Anhaltspunkte hierfür verstärken, nimmt der Kriminalbeamte Kontakt mit den Sorgeberechtigten der betroffenen Kinder auf. Bei einem persönlichen Besuch im Umfeld der Kinder informiert er die Familie über die Inhalte von »Kurve kriegen«. Dort stößt das Hilfsangebot fast immer auf großes Interesse.


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Lernwerkstatt im Rahmen von Kurve kriegen in Wesel

Individuell helfen

Sobald die Sorgeberechtigten die Teilnahme am Projekt schriftlich bestätigt haben, sind Frau Nehring und Herr Tekolf gefordert und beginnen ihre Arbeit in der Familie mit einem ersten eingehenden Beratungsgespräch. Um möglichst individuell helfen zu können, steht ihnen ein „Baukasten“ mit verschiedenen Hilfsmaßnahmen zur Verfügung, den sie stetig erweitern. Hierzu zählen zum Beispiel kriminalpräventive Einzelbetreuungen, pädagogische Gruppenarbeiten, Erziehungskompetenztrainings, Schulersatzmaßnahmen oder auch tiergestütze Heilpädagogik.

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Stimmen der Teilnehmer

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F. Hedderich
Durch »Kurve kriegen« habe ich selbst viel dazu gelernt. Als kriminalpolizeilicher Jugendsachbearbeiter musste ich früher oft erfahren, dass sich Kinder und Jugendliche, die am Beginn einer kriminellen Karriere standen, nicht durch Strafen oder im Extremfall nicht einmal durch Gefängnis abschrecken ließen. In der Zusammenarbeit mit den pädagogischen Fachkräften habe ich jetzt gesehen, wie wichtig und sinnvoll es ist, diesen jungen Menschen frühzeitig Hilfe anbieten zu können, damit sie doch noch die »Kurve kriegen«.“

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M. Tekolf
Die vielfältigen pädagogischen Unterstützungsmaßnahmen, die wir im Rahmen der Initiative »Kurve kriegen« bei den Kindern und Jugendlichen und ggf. deren Eltern anbieten können, verhindern oftmals einen „Karrieresprung“ in die weitere Jugendkriminalität. Für mich liegen die Vorzüge des Projekts darin, für ein betroffenes Mädchen oder einen betroffenen Jungen sehr schnell und flexibel ein individuelles und bedarfsgerechtes Hilfekonzept entwickeln zu können.

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J. Nehring
„Unser »Kurve kriegen« Baukasten beinhaltet nicht nur ein großes Angebot an klassischen Jugendhilfemaßnahmen, sondern ermöglicht uns auch darüber hinaus kreativ zu werden. Besonders gefällt mir hierbei, dass wir als Sozialpädagogen nicht nur ein passendes Hilfsangebot zusammenstellen, sondern die Jugendlichen und Familien auch aktiv begleiten und ihnen jederzeit als persönlicher Ansprechpartner zur Verfügung stehen.“

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Teilnehmerin von »Kurve kriegen« zur pädagogischen Fachkraft
Am Anfang wollte ich mich ja nicht darauf einlassen. Dann habe ich aber gemerkt, dass das, was sie für meine Mutter tun, auch gut für mich ist. Ich möchte jetzt doch gerne mit ihnen zusammen arbeiten.“